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Inhalt
Ausstellungen
Veranstaltungen
Besucherzahlen
Vor der Neueröffnung
Personelles und Dank
Ausblick
Vindonissa-Museum: Jahresbericht 2007
Nach 95 Jahren wurde der Museumsbetrieb am Römertag, dem 6. Mai 2007, für 11/2 Jahre ausgesetzt. Um 18 Uhr geleitete die 11. Legion die letzten Besucher aus dem Museum – die Renovation konnte beginnen.
Der Jahresbericht für das Jahr 2007 informiert daher über den Museumsbetrieb vom 1. Januar bis zur Museumsschliessung am 6. Mai 2007 und über Ereignisse der anschliessenden Renovationsphase bis Ende 2008.
Ausstellungen
Die letzte Sonderausstellung, die im «alten» Vindonissa-Museum gezeigt wurde, hiess signifikanterweise «Wege des Steins». Konzept und Ausführung lagen in den Händen von Doris Solenthaler, Thomas Widmer, Michel Veuve und Willy Sager, in Zusammenarbeit mit Martin Häfeli und dem Aargauischen Steinmetz- und Bildhauerverband. Unterstützt wurde diese Ausstellung von Sponsoren und dem Lotteriefonds des Kantons Aargau.
Mit dieser Ausstellung nahm sich das Vindonissa-Museum eines speziellen Erbes der Römerzeit an. Auf dem
Weg des Steines vom Steinbruch bis zum fertig behauenenStück hat sich die Arbeitsweise des Steinmetzen und
Bildhauers beinahe unverändert bis in die heutige Zeit erhalten. Die Ausstellung kam gut an und zog speziell
Erwachsene und wunschgemäss eher untypische Museumsbesucher mit längeren Verweilzeiten in der Ausstellung als normal an. Gruppen buchten gerne Apéros. Speziell die Exkursionen und Führungen mit praktischen Versuchen wie Schmieden oder selber einen Stein behauen, stiessen auf grosses Interesse. Unvergesslich bleibt diese Ausstellung nicht nur wegen ihres grossen Erfolgs,
sondern auch wegen der hervorragenden Zusammenarbeit mit den Ausstellungsmachern. Thomas Widmer
schenkte der Gesellschaft Pro Vindonissa (GPV) zudem den Grabstein ihres Gründers, Theodor Eckinger, der
einst von seinem Vater vor der Zerstörung gerettet worden ist.
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Veranstaltungen
Der Römertag war im Berichtsjahr die Hauptveranstaltung. Gemäss dem Vorschlag des Vorstands der GPV
bereitete erstmals ein offizielles Organisationskomitee diesen Tag vor und führte ihn durch. Präsidiert wurde
das OK von Gregor Tomasi, Stadtrat in Brugg; das Vizepräsidium lag bei Stadtammann Rolf Alder. Gregor
Tomasi besetzte das OK mit Hugo Schmid (Werbung), Max Kuhn (Verpflegung), Roger Brogli (Bau) sowie
Vertretern der Stadtpolizei. Hansruedi Meier übernahm die Verpflegung innerhalb des Festgeländes. Brugg war
drei Wochen lang beflaggt und Windisch unterstützte uns mit den Plakataushängen.
Leider hatten wir etwas Wetterpech. Trotz Regengüssen kamen aber trotzdem 3000 Besucherinnen und Besucher, gleich viele wie im Vorjahr. Vier Kinder befragten auf Grundlage eines Fragebogens junge Besucherinnen und Besucher über deren Einschätzung der Workshops.
Ein Lehrer, selbst aktiver Teilnehmer am Römerfest in
Augst, beurteilte unseren Römertag kritisch. Die Ergebnisse waren ansonsten aber durchwegs gut. Bisherige Workshops wie Münzen abgiessen nahmen in der
Beliebtheit die Spitzenplätze vor neuen Angeboten ein. Eine schöne Bildpräsentation der Kantonsarchäologie Aargau im alten Feuerwehrmagazin wurde von 10% aller Besucher gesehen.
Das Vindonissa-Museum nahm an Römerfesten oder bei Museumsanlässen in Vallon und Augst, Konstanz sowie
an der Kulturnacht in Rottweil teil. Ausserdem unterstützte es das Fest «Archäologie Schweiz» in Fribourg
zum Hundert-Jahre-Jubiläum. Dank der Unterstützung der Augster Kolleginnen und Kollegen sowie von Darko
Milosavljevic, Vorstandsmitglied der GPV, nahm das Vindonissa-Museum am wichtigsten «Römeranlass» der
Schweiz in Augst (Augusta Raurica) mit einer Viererdelegation teil.
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Besucherzahlen
Bis zur Schliessung des Museums waren 5297 Eintritte und 51 Führungen zu verzeichnen. Danach war unser
Team mit Büroarbeiten und Vorbereitungen für denUmzug, Führungsvermittlung und Beratungstätigkeit
beschäftigt. So wurden 173 Anlässe vermittelt: 87 Vindonissa-Führungen, 15 Ausstellungs- und 14 Grabungsführungen, 16 Römer-Apéros sowie 26 Stadtführungen.
Insgesamt betreute das Museum damit 6881 Besucherinnen und Besucher in Brugg und Windisch.
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Vor der Neueröffnung
Dank der Schulpflege Brugg erhielt das Museum seit Mai 2007 Gastrecht im Lateinschulhaus. Dorthin wurden das Büro und das Shop-Lager gezügelt, und von dort aus wurde ein reduziertes Dienstleistungsangebot aufrechterhalten.
Die Arbeitszeit des Besucherservice wurde auf Dienstag bis Freitag, 10.00–12.00 Uhr, reduziert, wobei
vorgesehen war, diese Zeit mit Arbeiten für den Umzug und den neuen Betrieb zu reservieren, aber die Beratung und Vermittlung von Führungen nahm viel Zeit in Anspruch. Es zeigte sich, dass Besucherinnen und Besucher oft nicht nur eine Führung buchen, sondern den persönlichen Kontakt suchen. Sie wünschen kompetente Beratung für ein geplantes Vindonissa-Erlebnis in Brugg – oft kombiniert mit einer Stadtführung und einem Apéro. Dieser Kundenwunsch spricht für eine Beibehaltung der Führungsvermittlung im Museum.
Erfreulich war, dass dank der Finanzierung durch den Lotteriefonds des Kantons Aargau die Erneuerung der
Dauerausstellung möglich wurde und die Absprache mit Bau- und Ausstellungsleitung regelmässig und gut funktionierte. Unter der Leitung von Bruno Meier, einem Mitglied der Museumskommission, wurde zudem ein neues Betriebskonzept entwickelt.
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Personelles und Dank
Saskia Klaassen übernahm die Projektleitung für die neue Dauerausstellung. Weil Bedürfnisse von Ausstellungserneuerung und Renovation des Hauses abzusprechen waren, gab es diverse Koordinationssitzungen.
Der Dank für eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit geht an das Ausstellungsteam der Steinmetze,
das OK des Römertages und die Mitwirkenden, sowie alle Führerinnen und Führer. Speziellen Dank verdient
das bewährte Museumsteam mit Gertrud Morel, Hedi Muntwiler, Ruth Brand sowie – seit dem 6. Mai eigentlich
im Ruhestand – Viktor Schmid. Er achtete auch während der Umbauzeit auf das Museum und die Gärten;
einst aber sorgte er dafür, dass das Museum an Festen in der Stadt Brugg mit einem eigenen «Beizli» auf sich
aufmerksam machte. Nur dank Hilfe und viel Freiwilligenarbeit ist es gelungen, einen Museumsbetrieb wie in
den letzten Jahren aufrechtzuerhalten.
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Ausblick
Das Vindonissa-Museum wird am 22. November 2008 neu eröffnet werden. Mir ist es eine angenehme Pflicht
und ein Bedürfnis, schon jetzt allen, die an dem Zustandekommen der Renovation mitgewirkt haben, herzlich
zu danken, besonders aber dem Vorstand der GPV, der Kantonsarchäologin und der Stadt Brugg.
René Hänggi
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