Vindonissa Feuerwehrmagazin

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Christine Meyer-Freuler, Vindonissa Feuerwehrmagazin.


Die Untersuchungen im mittleren Bereich des Legionslagers. Mit Beiträgen von Hugo W. Doppler, Gornel Doswald, Sylvia Fünfschilling sowie Atika Benghezal, Marino Maggetti und Giulio Galetti. Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa, Band XV, Brugg 1998.
ISBN 3-9521540-1-6


Plan von Vindonissa mit Angabe der Lageretappen (nach Maier 1987, Abb. 4) und Eintrag der im Text erwähnten Grabungen mit Jahrzahlen (*).
Lagerbereich A: Grabung Scheuerhof 1967/1968, Grabung Wartmann 1971, Grabung Spillmann 1972, Grabung Breite 1973, Grabung Feuerwehrmagazin 1976.
Lagerbereich B: Grabung Königsfelden 1961-1963.
Lagerbereich C: Grabung Breite 1966.
(Lagerbereich D: augusteischer Militärposten und weitere, jüngere Lagererweiterung.)

1976 fand im Areal des ehemaligen Legionslagers Vindonissa eine Grabung (Feuerwehrmagazin) statt, deren Auswertung nun von Christine Meyer-Freuler vorgelegt wurde.

Die nachgewiesenen sieben Bauphasen beginnen in der Regierungszeit des römischen Kaisers Augustus und enden Anfang des 2. Jahrhunderts. Erwartungsgemäss bestätigt sich die im Gebiet des Legionslagers von Vindonissa bekannte Abfolge von Zelt(?)- oder Holzbauten (Bauphase 1) über Holzbauten (Bauphasen 2 - 4) zu solideren Steinbauten (Bauphasen 5 - 7). In der achten Bauphase, in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts, wurde das ehemalige Lagergebiet von der Zivilbevölkerung überbaut.

Unser bisheriges Wissen zur Frühzeit Vindonissas gilt es nun zu korrigieren und alte Fragen neu zu beantworten:

  • Waren die ersten römischen Siedler Zivilisten oder Soldaten?

  • Wann wurden das oder die Militärlager angelegt?

  • Seit wann stand in Vindonissa eine Legion?

  • Was bedeuten diese Änderungen für die Geschichte der römischen Schweiz?

Wenn sich alte Fragen zu Vindonissa in neuer Klarheit stellen, ist dies ein Verdienst von Christine Meyer - Freuler. Sie leistete mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung Vindonissas und der römischen Schweiz. Das Fachbuch ist im Vindonissa-Museum (056/441 21 84) zu beziehen, Preis Fr. 105.-, für Mitglieder der Gesellschaft Pro Vindonissa Fr. 85.-. Es kann auch online bestellt werden.

Die Forschungsergebnisse der Autorin stellen einmal mehr das bisher gesichert scheinende Jahr 17 n. Chr. als Gründungsdatum des Legionslagers in Frage. Es ist auch nicht klar, wie der Ausbau des Legionslagers von Vindonissa in seiner Frühzeit ablief. Vielleicht wurde es in verschiedenen Etappen erbaut, vielleicht sogar zwischendurch ganz aufgegeben und wieder neu angelegt. Deshalb wurde das Etappenschema, das auf Franz Maier zurückgeht, von der Autorin durch die neutrale Bezeichnung "Lagerbereiche A-D" ersetzt (Abbildung).

Für die Zeit der Ablösung der 21. durch die 11. Legion 69/70 n. Chr. zeigt die Auswertung, dass die 11. Legion bei ihrer Ankunft kein neues Lager baut, sondern bestehende Lagerbauten nutzt und vermutlich erst nach den erfolgreichen militärischen Aktionen in Obergermanien (74 n. Chr./83 - 85 n. Chr.) ersetzt.

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